Humboldt Forum
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© Stiftung Schloss Friedenstein Gotha / Humboldt-Universität zu Berlin; Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, digitale Reproduktion: Jester Blank GbR
© Stiftung Schloss Friedenstein Gotha / Humboldt-Universität zu Berlin; Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, digitale Reproduktion: Jester Blank GbR

2019 M04 4 19:30

Humboldt Forum Hightlights

Nicht wissen – Wissen – Nie wissen?

@ Neues Museum

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

auf Deutsch

Welche Erkenntnisse können wir jenseits der oberflächlichen Form aus dem jahrtausendalten Geröllblock Barrigón ableiten? Wo liegen heute die Grenzen des Wissenserwerbs in der Archäologie? Welches Wissen und neue Technologien benötigt man, um aus dem Fossil eines Orobates pabsti ein dreidimensionales lebensgroßes Modell dieses frühen Landwirbeltieres zu generieren? Wie vereint man Wissen disziplinübergreifend und erfolgreich? Kann Wissenschaft durch Kunst ergänzt werden? Wo hilft Philosophie? Und wie können neue Formen des Wissenserwerbs aussehen?

Diese Fragen diskutieren sechs Expertinnen und Experten in drei Gesprächen und anhand von zwei Objekten, die als Highlights zukünftig im Humboldt Forum präsentiert werden, und tragen so bereits jetzt zu neuen Erkenntnissen und Perspektiven bei.

Gespräch 1: Barrigón

Der Barrigón ist derzeit im Neuen Museum ausgestellt und wird zukünftig auf den Flächen des Ethnologischen Museums im Humboldt Forum zu erleben sein. Das erste Gespräch handelt von dieser Steinfigur und von der Wissensgewinnung in der Archäologie. Darüber sprechen Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin, und die Archäologin Iyaxel Cojti Ren.

Gespräch 2: Orobates pabsti

Im zweiten Teil unterhalten sich John A. Nyakatura, Brücken-Juniorprofessor für Morphologie und Formengeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, und Katja Widmann, Kuratorin am Humboldt Labor im Humboldt Forum, über die interdisziplinäre Forschung. Diese ermöglichte es, Erkenntnisse zum Orbates pabsti zu gewinnen, die zukünftig in der Ausstellung der Humboldt Universität präsentiert werden.

Gespräch 3: Wissen

Im dritten Teil diskutieren Timothy J. Senior, Künstler und Wissenschaftler an der Universität Bristol, und Anne Eusterschulte, Professorin für Philosophie an der FU Berlin, über Formen des Wissenswandels und die Chancen der interdisziplinären und kollaborativen Wissensgewinnung.

Orobates Pabsti
Barrigón
Podium
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Iyaxel Cojti Ren ist als K'iche' Maya-Archäologin spezialisiert auf die postklassische Mayakultur des guatemaltekischen Hochlandes und schreibt derzeit ihre Dissertation über die Anfänge des Kaqchikel-Staatswesens als ein Zeichen des Widerstands aus einer diachronischen und interdisziplinären Perspektive.

Matthias Wemhoff kuratierte große kulturhistorische Ausstellungen, ist Honorarprofessor der Universität Paderborn und der Freien Universität Berlin und Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Archäologie.

John A. Nyakatura studierte Geografie und Biologie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und hat dort am Institut für Zoologie und Evolutionsforschung über ein funktionsmorphologisches Thema promoviert. Sein aktuelles Forschungsthema sind Struktur-Funktionszusammenhänge des Bewegungsapparates der Wirbeltiere und deren Veränderungen im Laufe der Evolution.

Katja Widmann ist Ausstellungskuratorin und Lektorin und hat unter anderem für das Deutsche Historische Museum, die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und das Militärhistorische Museum der Bundeswehr gearbeitet. Seit Frühjahr 2018 gehört sie als Kuratorin zum Team des Humboldt Labors.

Anne Eusterschulte ist Mitglied des Sonderforschungsbereichs 980 „Episteme in Bewegung – Wissenstransfer von der Alten Welt bis in die Frühe Neuzeit“ – ein interdisziplinärer Forschungsverbund, der Prozesse des Wissenswandels in europäischen und nicht-europäischen Kulturen der Vormoderne untersucht.

Timothy J. Senior ist Wissenschaftler und Künstler, der sich damit beschäftigt, wie traditionelle Formen der disziplinären Tätigkeiten in den Künsten sowie den Natur- und Geisteswissenschaften durch kollaborative Prozesse geöffnet werden können.

Humboldt Forum Highlights
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Die ersten 15 Highlights des Humboldt Forums werden in zwei Formaten von Oktober 2018 bis Mai 2019 vorgestellt – in einer Ausstellung sowie in Gesprächen an unterschiedlichen Orten in Berlin.

Mehr Informationen ►

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#humboldtforumhighlights