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[laut] Die Welt hören

2018 M03 22 - 2018 M09 16

[laut] Die Welt hören

Humboldt-Box

Eintritt frei, täglich von 10–19 Uhr geöffnet

[laut] Die Welt hören“, so heißt die aktuelle Ausstellung in der Humboldt-Box, in der die Faszination von Klängen hör- und erlebbar wird. Zur Erforschung unterschiedlicher Klangwelten und -kulturen lädt zudem eine vielfältige Veranstaltungsserie in ganz Berlin ein, in der die Fragen der Ausstellung vertieft werden.

Umgang mit historischen Klängen

Mit der Erfindung des Phonographen 1877 eröffnen sich auch für Wissenschaft und Forschung neue Möglichkeiten. Ethnologinnen und Ethnologen können mithilfe der neuen Technik Klänge einfangen und deren spezifische Bedeutung für die jeweilige Kultur und ihre Überlieferungswege beschreiben. In den nun entstehenden Klangarchiven werden die Aufnahmen gesammelt und systematisiert. Das Projekt ist geleitet von der Hoffnung, anhand von Sprach- und Musikaufnahmen Kulturen identifizieren und vergleichen zu können.

Klänge speichern – kein neutrales Geschehen
Hören ohne Sehen

Neue Fragen

Wer darf wessen Klänge aufzeichnen, aufbewahren und weiterverwenden? Inwiefern lassen sich einzelne Musikkulturen voneinander abgrenzen? Was eint etwa die von der AMAR Foundation gesammelte Musik der arabischen Welt – steht sie für eine spezifische Identität?

Klangarchive müssen sich solchen Fragen stellen, besonders bei sensiblen Sammlungen wie den hier präsentierten Aufnahmen der Navajo oder den Kriegsgefangenenaufnahmen aus dem Ersten Weltkrieg.

Hör- und sichtbare Internationalität
Ein Archiv arabischer Musik
Walzendosen

Zwei Sammlungen kommen zusammen

Ende 2019 kommen zwei bedeutende ethnologische Einrichtungen im Humboldt Forum zusammen, die für ihre Tonaufnahmen aus aller Welt berühmt sind: das Berliner Phonogramm-Archiv des Ethnologischen Museums sowie das Lautarchiv der Humboldt-Universität (HU). Die Ausstellung zeigt bereits jetzt exemplarisch das große Potenzial beider Sammlungen.

Mit historischen Aufnahmegeräten und -medien sowie in verschiedenen Ausprobierstationen führt die Ausstellung zunächst in die Techniken der Tonaufzeichnung und -wiedergabe ein. Historische Tonaufnahmen, Fotografien, Dokumente, künstlerische Installationen sowie kontextualisierende Objekte entfalten das spezielle wissenschaftliche Projekt der Untersuchung von Kulturen anhand ihrer Klänge.

Veranstaltungen in ganz Berlin

In Soundwalks, Filmveranstaltungen, einer wissenschaftlichen Konferenz, Konzerten und anderen Formaten werden die Fragen der Ausstellung vertieft und in die Gegenwart und den Stadtraum Berlins geholt. So wird beispielsweise das Konzept der kulturellen Identifizierbarkeit über Klang oder Sprache thematisiert – eine Frage, die mit Sprach- und Musikidentifizierungssoftware wie MIR Aktualität gewonnen hat.

Besonderes Vermittlungsangebot

In der Ausstellung selber werden inklusive und barrierefreie Angebote für Blinde und Sehbehinderte angeboten. Alle Texte der Ausstellung werden über eine Vorlesefunktion hörbar gemacht. Zur Ausstellung werden Führungen für Blinde und Sehbehinderte angeboten.

Partner

Träger der Ausstellung „[laut] Die Welt hören“ ist die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss in Zusammenarbeit mit dem Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Stiftung Stadtmuseum Berlin und der Kulturprojekte Berlin GmbH sowie mit der AMAR Foundation in Beirut, und der Unterstützung von der Arab Fund For Arts and Culture AFAC. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
  • Stiftung Preußischer Kulturbesitz – Staatliche Museen zu Berlin
  • Humboldt-Universität zu Berlin
  • Kulturprojekte Berlin
  • Stadtmuseum Berlin
  • Amar Foundation
  • AFAC
  • Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Partner

Medienpartner der Ausstellung „[laut] Die Welt hören" sind der Freitag, Digital in Berlin, Flux FM, Intro, Tagesspiegel und tip Berlin.
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  • Tagesspiegel
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